Historie

Die Stadt-Apotheke Kuppenheim

Im Jahr 1951 kam Gisela Schulze, eine junge Apothekerin aus Berlin, nach Kuppenheim und eröffnete zusammen mit ihrem Kollegen Wolfgang Hecht eine Apotheke.
Im Jahr zuvor erhielt Kuppenheim das 1935 durch die damaligen Machthaber verlorene Stadtrecht zurück. Was lag also näher, als den Namen Stadt-Apotheke zu wählen.

Bild-Historie1Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits ein Krankenhaus existierte und drei praktische Ärzte sich um die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung von Kuppenheim und Umgebung kümmerten, musste man sich die verordneten Medikamente entweder in Rastatt oder Baden-Baden besorgen. Ein unhaltbarer Zustand, der den damaligen Bürgermeister Adolf Walz dazu veranlasste, per Zeitungsannonce nach Abhilfe zu suchen. Der Ruf erreichte sogar das ferne Berlin und somit auch Gisela Schulze, die Mutter der heutigen Apothekerin Eva Ludwig.

Wie jeder Neuanfang wurde auch dieser von der bangen Frage begleitet: Klappt es denn? Mit viel Pioniergeist machte man sich an die Arbeit und richtete in der Favoritestraße 2 das Haus des ehemaligen Zahnarztes Becker für den Apothekenbetrieb um. Die Stimmung schwankte zwischen Bangen und Hoffen. Kommen überhaupt Kunden und wie viele? Würde alles Benötigte vorrätig sein? Nun, wie das Schicksal es so wollte, hat damals eine Grippeepidemie schnell für leere Regale gesorgt. Der Anfang war geschafft.

Bild_Historie2_beschnittenIm Jahr 1956 zog man um in die Friedrichstraße 11 (heute Ideen-Tüte). 1963 ging die Apotheke ganz in den Besitz der inzwischen verheirateten Gisela Ludwig über.

Der Mitbegründer Wolfgang Hecht blieb in der Apotheke und war der Familie freundschaftlich verbunden. 1973 konnte man die Stadt-Apotheke in das neu erbaute Haus der Familie Ludwig Ecke Friedrichstraße/Luisenstraße verlegen.

Eine Apotheke im klassischen Sinne, wird immer die Handschrift des Betreibers tragen. Deshalb kann sie weit mehr als nur die Bezugsquelle für verschreibungs- bzw. apothekenpflichtige Medikamente sein. Bereits während des Studiums der Pharmazie entdeckte die heutige Apothekerin Eva Ludwig ihr besonderes Interesse für Pflanzenheilkunde, Naturheilverfahren und alternative Medizin. Das führte zur heutigen Produktpalette, die sowohl die Rundumversorgung im akuten Krankheitsfall, wie auch die Gesundheitsvorsorge und die Nachsorge komplett befriedigt. Nach neuestem wissenschaftlichem Stand, basierend auf dem Ansatz der ganzheitlichen Pharmazie.

Bild_Historie4_beschnittenWas beim Betreten der Apotheke sofort auffällt, ist das fröhliche, herzliche Klima und die ausgewählte Freundlichkeit, mit der jeder Kunde bedient wird. Zum positiven Gesamtbild tragen auch die Umbau- und Renovierungsarbeiten bei, durch die mehrere Plätze für individuelle Beratung und vertrauliche Gespräche geschaffen wurden.

Auch die Rezeptur, der Raum für die individuelle Herstellung von Arzneimitteln, entspricht dem neuesten Stand der Technik und den besonderen Anforderungen eines zertifizierten Qualitätsmanagements, das Jahr für Jahr einer umfangreichen Überprüfung unterzogen und neu auditiert wird. 2006 konnte die Marien-Apotheke in Niederbühl als Filiale der Stadt-Apotheke hinzugewonnen werden.

Bild_Historie5Die wichtigste Aufgabe obliegt allerdings dem Team in seiner Gesamtheit. Es setzt sich zusammen aus Spezialisten der verschiedenen Fachgebiete und muss alle Funktionsbereiche der Apotheke selbstständig und sicher beherrschen. Hierzu ist Wissen und Können in hohem Maße erforderlich, das durch ständige Fortbildung und in vielen Seminaren vertieft und erweitert wird.

Heute präsentiert sich das Geschäft, das mehrmals renoviert und den Herausforderungen der Zeit angepasst wurde, als modernes und kompetentes Gesundheitszentrum, das nach DIN ISO zertifiziert ist, mit zertifizierten Lieferanten zusammenarbeitet und sich zu höchsten Qualitätsstandarts verpflichtet. Jeder Lieferant muss detaillierte Analysenzertifikate vorlegen, die im hauseigenen Labor einer Kontrolle unterzogen werden. In der Rezeptur, die den aktuellen technischen Normen entspricht, stellen die fachlich geschulten und stets fortgebildeten Mitarbeiter rund 1.100 patientenindividuellen Rezepturen pro Jahr her. Stolz ist die Stadt-Apotheke auf ihre eigene Teerezeptur, in der hauseigene Teemischungen nach Kundenwünschen individuell hergestellt werden.

RowaDie Fertig-Arzneimittel lagern seit März 2016 in einem Kommissionier-Automaten.  Das Warenlager umfasst 6.000 Artikel oder 22.500 Stück und muss intensiv gepflegt werden.

Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie der Stadt-Apotheke, die sich als „Haus der Gesundheit“ für die ganze Familie sieht, steht der Mensch vom Kleinkind bis zum Senior. 20 kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten neben Arzneimittel ein breites Angebot an Serviceleistungen, unter anderen Service-Center für Kompressionswaren, regelmäßige Venenmess-Aktionen, das Mutter-Kind-Programm mit wöchentlicher Hebammensprechstunde, eine hauseigene Kosmetik-Linie, Umweltuntersuchungen und regelmäßige Kursangebote im neu gestalteten Seminarraum im Obergeschoss.

 

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